Fotografie | 28. Juli 2007

Schärfentiefe beeinflussen

Will man die Schärfentiefe bei einer Fotoaufnahme beeinflussen, denkt man zuerst natürlich an die Blendeneinstellung: Kleine Blendenöffnung = hohe Schärfentiefe, große Blendenöffnung = geringe Schärfentiefe.

So weit, so gut. Es gibt aber noch einige andere Faktoren, die die Schärfentiefe einer Aufnahme beeinflussen:

Mit dem Depth of Field Calculator können Sie den Bereich der Schärfentiefe für eine gegebene Aufnahmesituation für alle gängigen Filmformate und Digitalkameras ausrechnen.



Kommentare

Es ist leider nicht ganz richtig was Du schreibst. Die Schärfentiefe oder Tiefenschärfe wird nur durch den Abbildungsmaßstab und die verwendete Blende beeinflußt. Bei gleichem Abbildungsmaßstab und gleicher Blende haben sowohl Weitwinkelobjektive als auch Teleobjektive den gleichen Tiefenschärfenbereich.
Aufnahmeabstand und Aufnahmeformat sind Faktoren die natürlich den Abbildungsmaßstab bestimmen und sich somit auch auf die Tiefenschärfe auswirken.
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, sollte man für ein Portrait mit unscharfem Hintergrund mit einem mittleren, besser langem Teleobjektiv möglichst nah an die Person heran gehen, diese weit entfernt vom Hintergrund aufstellen und mit einer möglichst großen Blendenöffnung fotografieren.

Jens    29. Juli 2007, 16:27    #


Hallo Jens, danke für deinen Einwurf. Aber wie du ja selbst schreibst, sind Format und Abstand Faktoren, die den Abbildungsmaßstab bestimmen – und damit eben auch die Schärfentiefe. Die Brennweite gehört selbstverständlich auch dazu.

Ich denke, es ist nicht nur für Einsteiger (dafür war obiger Eintrag gedacht), sondern auch zum allgemeinen Verständnis einfacher, die beteiligten Parameter einzeln zu beschreiben, als lediglich zusammengefasst vom Abbildungsmaßstab zu reden.

Im übrigen stimmt die Aussage „Bei gleichem Abbildungsmaßstab und gleicher Blende haben sowohl Weitwinkelobjektive als auch Teleobjektive den gleichen Tiefenschärfenbereich“ nur bedingt: „This rule of thumb is approximately true when the focus distance for the shortest lens is less than about 1/4 of the hyperfocal distance for that lens.“ (Quelle)

Michael Preidel    29. Juli 2007, 20:48    #


Moin Michael, um die armen Anfänger nicht noch mehr zu verwirren habe ich natürlich darauf verzichtet auf weitere Faktoren, wie den von Dir genannten Hyperfokalen Fokus, einzugehen. Letztendlich ging es mir darum, dass Deine Aussage, dass je länger die Brennweite desto geringer die Tiefenschärfe ist (bzw. der Umkehrschluß) so nicht wirklich stimmt.
Aber Du hast recht, dem Anfänger wird es reichen, wenn er weiß, dass er formatfüllende Portraits besser nicht mit dem Weitwinkel macht wenn er Ärger mit den Abgebildeten vermeiden möchte. Es sei denn er möchte die entstehende „Verfremdung“ als bewußtes gestalterisches Mittel einsetzen. ;-)
Tipp: erkläre doch mal für Anfäger wann man von einem Normal-, Weitwinkel-, oder Teleobjektiv spricht.

Jens    30. Juli 2007, 15:56    #


Danke für die Anregung – habe mal einen kurzen Artikel dazu geschrieben ;-)

Michael Preidel    3. August 2007, 12:03    #



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