Tutorials | 30. März 2011
Tutorial: Sättigung erhöhen mit einer Sättigungsmaske
Fotos, die auf einem Bildschirm betrachtet werden, vertragen oftmals eine Anhebung der Sättigung, damit sie frischer wirken. Das kann man (u. a.) im RGB-Modus mit der Einstellungsebene Farbton/Sättigung machen. Die hat allerdings den großen Nachteil, dass sich Änderungen gleichmäßig auf alle Sättigungsstufen auswirken Mit anderen Worten: Auch bereits stark gesättigte Bildpartien werden angehoben, was oft dazu führt, dass Fotos völlig übersättigt aussehen:
Original / Sättigung insgesamt erhöht
(Mit dem Mauszeiger ins Bild gehen, um zwischen Original und erhöhter Sättigung zu wechseln.
Wie man sieht, führt eine Anhebung der Sättigung in stärker gesättigten Bereichen u. a. auch zu Tonwertabrissen.
Gefragt ist also eine Methode, die die stärker gesättigten Bildbereiche unangetastet lässt und nur schwächer gesättigte verändert. Am einfachsten geht das mit einer Maske, die die Wirkung einer Einstellungsebene eben nur auf weniger gesättigte Bereiche durchlässt:
Original / mit ~ / ohne Sättigungsmaske
(Mit dem Mauszeiger ins Bild gehen, um zwischen Original und erhöhter Sättigung mit Sättigungsmaske zu wechseln. Ins Bild klicken, um zwischen erhöhter Sättigung mit und ohne Sättigungsmaske zu wechseln
Mit einer angewandten Sättigungsmaske werden nur die weniger gesättigten Bereiche im Bild verändert. Übersättigung und Tonwertabrisse werden dadurch vermieden.
Und wie geht das?
Erzeugen Sie eine Einstellungsebene Selektive Farbkorrektur. Stellen Sie die Methode auf Absolut und ziehen Sie bei allen bunten Farben den Schwarz-Regler auf -100%. Bei Weiß, Grautöne und Schwarz ziehen Sie den Regler auf +100%. Das Beispielbild sieht jetzt so aus:

Nun klicken Sie in der Kanäle-Palette mit gedrückter cmd-Taste (Windows: ctrl) in einen beliebigen Farbkanal (Rot, Grün oder Blau) um eine Auswahl basierend auf der Luminanz zu laden.
Die eben erzeugte Einstellungsebene Selektive Farbkorrektur können Sie nun löschen. Mit der immer noch aktiven Auswahl erzeugen Sie jetzt eine Farbton/Sättigung-Einstellungsebene. Dabei wird gleichzeitig auch eine Maske erzeugt, die auf der aktiven Auswahl basiert. Drücken Sie nun sofort cmd-i (Windows: ctrl-i), um diese Maske zu invertieren.
Et voilà – Sie haben diese Sättigungsmaske erzeugt:

Damit können Sie die Sättigung verändern, ohne dass es sofort zu Übersättigung oder Tonwertabrissen führt.
Sättigung vs. Dynamik
Seit Photoshop CS 5 gibt es die Einstellungsebene Dynamik, die etwas ähnliches macht: stärker gesättigte Bildbereiche werden geschützt, schwächere verändert. Allerdings wird dabei auch die Luminanz angeglichen, was nicht immer erwünscht ist – hier ein Vergleich der beiden Methoden:
Original / Sättigung / Dynamik
(Mit dem Mauszeiger ins Bild gehen, um zwischen Original und erhöhter Sättigung mit Sättigungsmaske zu wechseln. Ins Bild klicken, um zwischen erhöhter Sättigung mit Sättigungsmaske und erhöhter Dynamik zu wechseln)
Happy Photoshopping!
Tipps | 20. August 2009
Animated GIF in Photoshop CS4 erstellen und auch wieder öffnen
Von Version 5.5 bis CS2 wurde Photoshop mit ImageReady ausgeliefert, einem kleinen Pixelgrafik-Editor, mit dem man einfache Webgrafiken und Animated GIFs erstellen konnte. Ab CS3 wurde ImageReady eingestellt und die meisten Funktionen wurden in Photoshop integriert. Fortan konnte man allerdings keine animierten GIFs mehr öffnen und editieren, es wurde nur eine Ebene mit Frame 1 der Animation angezeigt. Offenbar wollte Adobe das Programm Fireworks ein wenig pushen.
Nun haben animierte GIFs heute längst nicht mehr so einen Stellenwert wie vor, sagen wir: 13, 14 Jahren, als es an allen Enden noch blinkte und flackerte. Aber hin und wieder kommt es eben doch mal vor, dass man als Webdesigner ein animiertes GIF einsetzt.
Kurzanleitung animiertes GIF erstellen
Legen Sie jede Phase Ihrer Animation auf eine Ebene.
Öffnen Sie Fenster > Animation und klicken Sie in dieser Palette gegebenenfalls rechts unten auf In Frame-Animation konvertieren.
Erstellen Sie die gewünschte Anzahl von Frames und stellen Sie für jeden einzelnen die Sichtbarkeit der erforderlichen Ebenen auf ein oder aus.
Mit Datei > Für Web und Geräte speichern sichern Sie die Animation, als Dateiformat muss selbstverständlich GIF eingestellt sein. Testen können Sie die Animation, indem Sie die gespeicherte GIF-Datei auf ein leeres Browserfenster ziehen.
Und jetzt?
Natürlich können Sie, wenn Sie die Photoshop-Datei mit allen Ebenen sichern, diese Datei jederzeit wieder öffnen und die Animation ändern. Was aber, wenn Sie gar keine PSD-Datei besitzen, sondern lediglich ein animiertes GIF von Ihrem Kunden erhalten haben, an dem eine Kleinigkeit geändert werden soll? Dann ist – sofern Sie Fireworks nicht besitzen – guter Rat teuer.
So importiert man animated GIFs in Photoshop CS4
Unter Windows geht das – eine vorhandenene QuickTime-Installation verausgesetzt – relativ simpel. Allerdings gab es auch nach ausgiebigen Recherchen keine einzige Antwort auf die Frage, wie man auch unter Mac OS X ein animiertes GIF so importieren kann, dass alle Frames erhalten bleiben. Tenor: „Das geht nicht.“
Nachdem ich ein wenig probiert habe, kann ich nun – tadaaa! – auch für Mac-User endlich eine Lösung anbieten:
Öffnen Sie das animierte GIF mit dem QuickTime-Player.
Wählen Sie Ablage > Exportieren. Im Popup-Menü des Exportieren-Fensters wählen Sie Film ->QuickTime-Film. In den Optionen stellen Sie folgendes ein:

Anschließend speichern Sie den Film.
In Photoshop wählen Sie Datei > Importieren > Videoframes in Ebenen und den eben gespeicherten Film. Im anschließenden Dialog stellen Sie folgendes ein:

Et voilà: Sämtliche Frames des animierten GIFs sind erhalten geblieben und Photoshop hat auch gleich Ebenen angelegt:

Gegebenenfalls müssen Sie noch die Standzeiten der einzelnen Frames anpassen.
Bleibt zu hoffen, dass sich Adobe erbarmt und Photoshop CS5 den einfachen Menübefehl Animated GIF importieren hinzufügt.
Kommentare [4]
Photoshop | 30. September 2008
CS4 - Inhaltabhängiges Skalieren

Letztes Jahr hatte ich es schon mal vorgestellt und jetzt hat diese absolut nützliche Funktion auch in CS4 Einzug gehalten. Der immer unterhaltsame Russell Brown stellt das neue inhaltsabhängige Skalieren in einem Quicktime-Film vor.
Fotografie | 20. September 2008
Studio Lighting Tutorial
Eine sehenswerte Serie von acht Filmen, die Anfängern die Grundlagen der Portraitfotografie bzw. Studiobeleuchtung näher bringen.
Teil 1
Teil 2
Teil3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Artikel und Kommentare
Cindy: Ich kann mich nur anschließen!...
ArsMoriendi: Da ich früher gerne analoge...
Maggs: Super…ich finde diese Cross Entwicklungssache...
Paul: danke, macht echt spaß damit...
Lol: Das ist sehr wohl eine...
Wie fotografiert man einen Blitz?:
Stefan: besser noch ihr holt euch...
Brina: ups… ^^ bin wohl 3...
Brina: ich komm mit iso 100...
Haven: Dank teilen diese schöne Seite.
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alex: ja, wirklich gut
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